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„Unter Wölfen“: Bewegendes Interview mit Dzeko

04.04.08

Wolfsburg - Pünktlich zum Niedersachen-Derby des VfL gegen Hannover 96 am morgigen Samstag, 5. April, erscheint druckfrisch die aktuelle Ausgabe der „Unter Wölfen“. Hier ein Vorgeschmack:

TITELSTORY
Die Gedenkstätte Marienborn ist ein Ort, um sich Erlebtes und Vergangenes ins
Gedächtnis zu rufen. Auch Edin Dzeko spürte dies. Seelische Verletzungen, Ängste aus der Jugend wurden dort wieder lebendig. Der VfL-Stürmer war noch ein Kind, als die politischen Konflikte begannen.

Hallo Edin, du bist in Sarajevo geboren. Kannst du uns etwas über deine Kindheit erzählen?
Dzeko: Ich war sechs Jahre jung, als der Krieg

in Ex-Jugoslawien ausbrach, es war eine schwere Zeit.

Wir hatten ein schönes Haus, wenige Kilometer vor

meiner Geburtsstadt. Doch während des Krieges haben

wir in einem kleinen Appartement gelebt, auch konnte

ich in meinem ersten Schuljahr insgesamt nur drei Monate

zum Unterricht gehen. Die Angst war immer dabei.

Wie bist du erzogen worden?

Dzeko: Aufgrund der politischen Situation waren meine Eltern

natürlich besorgt, wollten mich beschützen.

Es war wichtig, dass sie konsequent waren und

mir nicht alles erlaubt haben. Auch wenn ich das als kleiner Junge

nicht immer verstanden habe. Heute weiß ich, dass sie

in großer Sorge waren.

Wir sind an der Gedenkstätte Marienborn, der bedeutendste

Übergang an der innerdeutschen Grenze. Auch du kommst

aus einem geteilten Land. Wie sind deine Erinnerungen?
Dzeko: Vor der Aufteilung waren wir eine Nation. Seit 1992 geht

jeder seinen eigenen Weg. Dabei höre ich oft, dass es

den Menschen früher besser ging.

War der Fußball dort für dich Ablenkung?
Dzeko: Ja, wenn ich gekickt habe, war ich glücklich.

Mit zehn Jahren, als der Krieg vorbei war, hat mich mein Vater

mit zu seinem Fußballverein genommen. Seitdem habe ich

zwei Mal täglich trainiert und nicht mehr nur auf de

Straße gespielt.

Hatte man als Sportler Vorteile?
Dzeko: Nicht wirklich. Aber mit dem Fußball konnte ich etwas Geld

verdienen. Mein erstes „Gehalt“ bekam ich mit 18 Jahren,

das waren 80 Euro.

Mehr auf den Seiten 12 bis 21 im Heft mit Fotos von Nina Stiller.

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Holt euch morgen das Heft!